Teele's Gallery

Freier Wille

Am Anfang entstand das Universum und all seinem Dasein wurde die Gabe des freien Willens geschenkt. Eine große Handlungsunfähigkeit füllte das Universum und so kam es eines Tages dazu, dass Daseinsbrocken sich unfreiwillig vereinten um etwas primitives zu erschaffen: das Leben. Dieses wirklich durchschaubare und gradlinige Leben enteignete das Dasein seiner eigenen Kontrolle und wuchs zu komplexeren Wesen heran. Durch besondere Gegebenheiten dieses brillianten Universums brachten die Vordersten der Kette von Leben ein Verlangen hervor. Dieses Verlangen, nein, dieser Wille schien paradox: der Wille zum freien Willen, ein Überbleibsel des ursprünglichen, begabten Daseins? Es schien so. Das tollpatschige, rücksichtslose Leben strebte nach dem freien Willen. Es erfüllte was sie ihren Geist nannten und trieb sie voran. Und eines Tages war es so weit: der freie Wille bahnte seinen Weg zurück an die Spitze und das Universum war einmal wieder frei. Aber die Freiheit ist ein flüchtiges Gut.

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